{"id":72178,"date":"2026-09-15T09:00:00","date_gmt":"2026-09-15T07:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/symmy.com\/erpedie\/pohoda-api-2\/"},"modified":"2026-09-15T09:00:00","modified_gmt":"2026-09-15T07:00:00","slug":"pohoda-api","status":"publish","type":"erpedie","link":"https:\/\/symmy.com\/de\/erpedie\/pohoda-api\/","title":{"rendered":"POHODA API: XML, mServer und SQL im \u00dcberblick f\u00fcr Entwickler"},"content":{"rendered":"<p>Wenn von der \u201ePOHODA API\u201c die Rede ist, ist meist die XML-Schnittstelle gemeint. Der Hersteller STORMWARE bezeichnet sie selbst als API, und \u00fcber sie gelangen Bestellungen aus Onlineshops, Belege aus Kassen und Daten aus anderen Anwendungen in POHODA. Wer Daten nur lesen muss, hat bei den Reihen POHODA SQL und E1 einen zweiten Weg: direkt aus der Datenbank. In diesem \u00dcberblick erfahren Sie, wie beide Wege funktionieren, wann welcher passt und worauf Sie achten sollten.<\/p>\n<h2>Die kurze Antwort<\/h2>\n<div class=\"ep-answer\">\n<p><strong>POHODA bietet drei Wege zu den Daten: XML-Dateien, mServer und das direkte Lesen aus der Datenbank.<\/strong> XML-Dateien werden stapelweise verarbeitet, etwa \u00fcber die Kommandozeile. mServer ist ein in POHODA eingebauter HTTP-Server, der dasselbe XML \u00fcber das Netzwerk annimmt. Die Reihen POHODA SQL und E1 laufen auf Microsoft SQL Server, ihre Daten lassen sich daher auch direkt lesen. <strong>Schreibvorg\u00e4nge in POHODA geh\u00f6ren immer in die XML-Schnittstelle, nie in die Datenbank.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<h2>Drei Wege zu den Daten<\/h2>\n<ul class=\"ep-cards\">\n<li><strong>XML-Import und -Export<\/strong>Sie erstellen eine XML-Datei nach dem Schema, und POHODA verarbeitet sie. Das l\u00e4sst sich manuell im Programm oder automatisch \u00fcber die Kommandozeile starten. Geeignet f\u00fcr Stapelverarbeitung, etwa die n\u00e4chtliche \u00dcbertragung von Belegen.<\/li>\n<li><strong>POHODA mServer<\/strong>Dasselbe XML, nur \u00fcber HTTP oder HTTPS gesendet. Ihre Anwendung schickt eine Anfrage und erh\u00e4lt sofort eine Antwort. Darauf baut der Gro\u00dfteil der Onlineshop-Konnektoren auf.<\/li>\n<li><strong>Direktes Lesen per SQL<\/strong>Nur in den Reihen POHODA SQL und E1. Sie lesen \u00fcber ein eigenes Konto mit reinen Leserechten, ohne Warteschlange und ohne Last auf dem Programm. Ideal f\u00fcr Auswertungen und Berichte, nicht zum Schreiben.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Wie die XML-Kommunikation aussieht<\/h2>\n<p>Jede XML-Datei f\u00fcr POHODA hat denselben Umschlag. Das Wurzelelement <code>dataPack<\/code> enth\u00e4lt einzelne <code>dataPackItem<\/code>-Eintr\u00e4ge, und jeder davon tr\u00e4gt einen Beleg zum Import oder eine Exportanfrage. Ein <code>dataPack<\/code> kann Import und Export mischen. Die Struktur beschreiben XSD-Schemas: POHODA hat f\u00fcr jeden Bereich ein eigenes Schema, aktuell ist Version 2.x. Das komplette Schemapaket mit Beschreibung laden Sie auf der <a href=\"https:\/\/www.stormware.cz\/pohoda\/xml\/seznamschemat\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Website von Stormware<\/a> herunter. Die Entwicklerdokumentation mit Strukturbeschreibung, unterst\u00fctzten Daten und beim Export auch Filterung und Paginierung stellt der Hersteller im Portal <a href=\"https:\/\/api.stormware.cz\/pohoda\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">api.stormware.cz<\/a> bereit.<\/p>\n<p>Auf jede Anfrage erhalten Sie eine Antwort. Darin steht f\u00fcr jeden Beleg, ob er durchgegangen ist, und falls nicht, die Fehlernummer, eine Beschreibung und der XPath zum problematischen Element. POHODA kann auch Duplikate verhindern: Ist die Pr\u00fcfung aktiviert, wird derselbe Beleg anhand der Kennungen im Umschlag kein zweites Mal importiert.<\/p>\n<p>Der Benutzer, unter dem Sie XML verarbeiten, braucht in POHODA die passenden Rechte. F\u00fcr den Import Schreibrechte im jeweiligen Bereich, f\u00fcr den Export mindestens Leserechte. Fehlende Rechte sind einer der h\u00e4ufigsten Gr\u00fcnde, warum ein Import \u201enichts tut\u201c.<\/p>\n<h2>Welche Bereiche XML abdeckt<\/h2>\n<p>Die Liste ist lang. Importieren lassen sich unter anderem Rechnungen, Bestellungen, Angebote, Anfragen, Wareneing\u00e4nge, Warenausg\u00e4nge, Umlagerungen, Kassenbons, Kassenbelege, Bankbelege, Auftr\u00e4ge und Produktion. Aus den Stammdaten: Adressen, Artikel, Lager, Nummernkreise, Bankkonten und Onlineshop-Kategorien. Der Export umfasst zus\u00e4tzlich etwa Salden, das Buchungsjournal, Kostenstellen, Verkaufspreise oder die Liste der Buchungseinheiten. Die genaue, aktuelle \u00dcbersicht pflegt Stormware in der <a href=\"https:\/\/www.stormware.cz\/pohoda\/xml\/dokladyimport\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Liste der Belege f\u00fcr den Import<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.stormware.cz\/pohoda\/xml\/dokladyexport\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">f\u00fcr den Export<\/a>, samt Beispieldateien.<\/p>\n<h2>mServer in K\u00fcrze<\/h2>\n<p>mServer ist Teil des Programms POHODA. Er lauscht auf einem gew\u00e4hlten Port und nimmt XML per POST mit dem Typ <code>text\/xml<\/code> an. Die Anmeldung erfolgt \u00fcber den Header <code>STW-Authorization<\/code> mit den Zugangsdaten eines POHODA-Benutzers, und er funktioniert \u00fcber HTTP wie HTTPS. Anfragen verarbeitet er nacheinander in der Reihenfolge des Eingangs, gro\u00dfe Stapel sollten Sie daher verteilen. Den Status pr\u00fcfen Sie mit einer einfachen Anfrage an <code>\/status<\/code>.<\/p>\n<p>Jede mServer-Konfiguration geh\u00f6rt zu einer Buchungseinheit, also einer Firma in einem Gesch\u00e4ftsjahr. Ein laufender mServer belegt au\u00dferdem eine ganze Instanz des Programms, und der Hersteller empfiehlt den Betrieb auf einem Serverbetriebssystem im internen Netz. Betrieb, Kosten und Praxistipps behandelt ausf\u00fchrlich unser Artikel <a href=\"\/de\/erpedie\/pohoda-mserver\/\">POHODA mServer<\/a>.<\/p>\n<h2>Direktes Lesen aus der Datenbank<\/h2>\n<p>Die Reihen POHODA SQL und E1 speichern ihre Daten in Microsoft SQL Server. Zum Lesen brauchen Sie daher weder mServer noch XML. Es gen\u00fcgen ein eigenes Datenbankkonto mit reinen Leserechten und ein gesicherter Weg zum Server. Das Lesen l\u00e4uft am Programm vorbei, und die Antwort kommt sofort. Die Basisreihe von POHODA nutzt eine dateibasierte Datenbank, dort ist dieser Weg nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Genau so arbeitet unser <a href=\"\/de\/erp-mcp\/pohoda\/\">POHODA MCP<\/a>: Der KI-Assistent liest direkt aus der SQL-Datenbank und braucht weder mServer noch kostenpflichtige Zusatzmodule. Schreibaktionen im h\u00f6heren Tarif laufen dagegen \u00fcber die XML-Schnittstelle, wie bei jeder anderen Integration.<\/p>\n<div class=\"ep-note\">\n<h2>Nicht in die Datenbank schreiben<\/h2>\n<p>Direktes Schreiben in die Tabellen umgeht die Logik des Programms: Nummernkreise, USt.-Berechnung, Verkn\u00fcpfungen zwischen Belegen und Sperren. Das Ergebnis sind oft Belege, die in POHODA korrekt aussehen, in der Buchhaltung aber nicht aufgehen. Schreiben Sie daher immer \u00fcber die XML-Schnittstelle.<\/p>\n<\/div>\n<h2>Worauf Sie achten sollten<\/h2>\n<ol class=\"ep-steps\">\n<li><strong>Ein neues Gesch\u00e4ftsjahr ist eine neue Buchungseinheit.<\/strong> Zu Jahresbeginn m\u00fcssen die Konfiguration des mServers und des XML-Imports auf die neue Einheit umgestellt werden, sonst arbeitet die Integration weiter mit dem alten Jahr.<\/li>\n<li><strong>POHODA-Updates.<\/strong> Nach einem Update muss die Buchungseinheit mitunter in die neue Version \u00fcberf\u00fchrt werden. Bis das passiert ist, endet die XML-Verarbeitung mit einem Fehler. Pr\u00fcfen Sie deshalb nach jedem Update, ob die Kommunikation wieder l\u00e4uft.<\/li>\n<li><strong>Datensicherung und Datenbankpflege.<\/strong> Ein laufender mServer h\u00e4lt eine Verbindung zur Datenbank und blockiert manche Vorg\u00e4nge, etwa die Datensicherung. Der Hersteller r\u00e4t davon ab, ihn dauerhaft laufen zu lassen oder als Windows-Dienst zu starten. Start und Stopp plant man \u00fcber die Aufgabenplanung.<\/li>\n<li><strong>Die Warteschlange.<\/strong> mServer arbeitet Anfragen nacheinander ab. Schickt ein Onlineshop Hunderte Bestellungen auf einmal, warten sie in der Reihe. Ber\u00fccksichtigen Sie das beim Entwurf der Synchronisation.<\/li>\n<li><strong>Schemaversionen.<\/strong> Stormware erweitert die Schemas laufend. Validieren Sie XML gegen das aktuelle Paket und verfolgen Sie die <a href=\"https:\/\/www.stormware.cz\/pohoda\/xml\/prehledzmen\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">geplanten Kompatibilit\u00e4ts\u00e4nderungen<\/a>.<\/li>\n<\/ol>\n<h2>Selbst bauen oder nicht?<\/h2>\n<p>F\u00fcr einen einmaligen Import oder ein einfaches Skript reicht die XML-Schnittstelle, und die Dokumentation ist ordentlich. Sobald Sie aber eine zuverl\u00e4ssige Synchronisation in beide Richtungen, Fehler\u00fcberwachung und Wiederholungen brauchen, w\u00e4chst der Aufwand schnell. M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Onlineshops vergleicht der Artikel <a href=\"\/de\/erpedie\/propojeni-pohody-s-eshopem\/\">POHODA mit dem Shop verbinden<\/a>, Automatisierungstools behandelt <a href=\"\/de\/erpedie\/make-zapier-n8n-pohoda\/\">Make, Zapier, n8n und POHODA<\/a>. Was die einzelnen Varianten f\u00fcr die Anbindung weiterer Systeme bieten, finden Sie auf der <a href=\"\/de\/anwendung\/pohoda-komplet\/\">Detailseite POHODA Komplet<\/a>.<\/p>\n<h2>H\u00e4ufige Fragen<\/h2>\n<details class=\"ep-faq\">\n<summary>Hat POHODA eine REST-API?<\/summary>\n<p>Nicht im \u00fcblichen Sinn. Als API versteht der Hersteller die XML-Schnittstelle. \u00dcber mServer rufen Sie sie per HTTP auf, die Daten sind aber immer XML nach den POHODA-Schemas, kein JSON.<\/p>\n<\/details>\n<details class=\"ep-faq\">\n<summary>Brauche ich mServer?<\/summary>\n<p>F\u00fcr die laufende Kommunikation aus einer anderen Anwendung ja. F\u00fcr die Stapelverarbeitung gen\u00fcgt der XML-Import \u00fcber die Kommandozeile. Und zum Lesen in den Reihen SQL und E1 brauchen Sie keins von beiden, die Daten lassen sich direkt aus der Datenbank lesen.<\/p>\n<\/details>\n<details class=\"ep-faq\">\n<summary>Ist mServer auch in den kleineren POHODA-Varianten enthalten?<\/summary>\n<p>Laut Hersteller ist mServer Bestandteil aller Varianten des Programms POHODA. Manche Funktionen unterscheiden sich aber je nach Reihe. Die Reihe E1 kann die XML-Kommunikation zum Beispiel automatisch direkt aus dem Programm starten.<\/p>\n<\/details>\n<details class=\"ep-faq\">\n<summary>Wo finde ich die XSD-Schemas und Beispiele?<\/summary>\n<p>Auf der Website von Stormware im Bereich XML. Dort gibt es das komplette Schemapaket in Version 2.x zum Download, eine Beschreibung jedes Schemas sowie Beispielanfragen und -antworten f\u00fcr die einzelnen Bereiche.<\/p>\n<\/details>\n<details class=\"ep-faq\">\n<summary>Kann ich direkt in die SQL-Datenbank schreiben?<\/summary>\n<p>Technisch ja, wir raten aber davon ab. Sie umgehen die Logik des Programms und riskieren Belege, die nicht aufgehen. Schreibvorg\u00e4nge geh\u00f6ren in die XML-Schnittstelle.<\/p>\n<\/details>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was in POHODA unter API zu verstehen ist, wie XML-Import und -Export funktionieren, wof\u00fcr mServer da ist und wann es reicht, Daten direkt aus der SQL-Datenbank zu lesen. 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